Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs in Kenia

Von Judy Wolf, Immediate Past-Präsidentin des Rotary Clubs Davis, Kalifornien, USA

Kenia ist ein wunderschönes Land mit einer faszinierenden exotischen Tierwelt, belebten Straßenmärkten, üppigem Ackerland und freundlichen Menschen.  Erstaunlicherweise wird jedes Jahr bei fast 5.000 Kenianerinnen Gebärmutterhalskrebs festgestellt und die Hälfte von ihnen stirbt an dieser Krankheit – einer Krankheit, die zu nahezu 100 Prozent vermieden werden kann. 

Unser Berufstrainingsteam brach im Oktober 2016 nach Kenia auf, um das Leben dieser tapferen Frauen zu verändern. Es hat uns schon ein wenig stolz gemacht, Teil eines Teams zu sein, das der Rotary Club Davis (USA) mithilfe eines Rotary Foundation Global Grant nach Kenia entsandte, um die Frauen der von Armut gezeichneten Region Süd-Nyanza auf Gebärmutterhalskrebs zu untersuchen, sie medizinisch zu behandeln und medizinisches Personal zu schulen. In Kenia leben knapp 13 Millionen Frauen im Alter von 15 Jahren und älter, die an Gebärmutterhalskrebs erkranken können. Berufstätige Frauen sind das Rückgrat des kenianischen Wirtschaftslebens. Und wenn wir die Frauen retten, retten wir auch ihre Kinder.

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Während unseres ersten Einsatzes richteten wir Ambulanzen am Homabay County Referral Hospital und Kendu Bay Sub-District Hospital ein. Das medizinische Team bestand aus einem ärztlichen Direktor, vier Ärzten und einer kenianischen examinierten Krankenschwester und führte während der ersten Woche 163 Gebärmutterhalsuntersuchungen am Krankenhaus in Homabay durch. Bei diesen Routineuntersuchungen wurden bei vier Frauen Läsionen festgestellt, die mittels Kältetherapie behandelt wurden, und bei drei Frauen wurde das Loop-Electrosurgical-Excision-Verfahren (LEEP) angewandt. Leider wurde bei einer der Frauen Gebärmutterhalskrebs im Endstadium diagnostiziert. Unser Team war tief beeindruckt, wie gefasst die Patientin und ihr Ehemann diese niederschmetternde Nachricht aufnahmen.

Unser nächster lebensrettender Einsatz fand am Kendu Bay Sub-District Hospital statt. Dort untersuchte das Team 215 Frauen und führte fünf Kältebehandlungen sowie sechs LEEPs durch. Glücklicherweise wurden bei den meisten Frauen keine Krankheiten festgestellt.

Unsere Einsätze waren erfolgreich. Unser Team hat kenianische Ärzte und Krankenpflegepersonal in der Erkennung von Gebärmutterhals-Läsionen geschult, die nun ihrerseits Untersuchungen durchführen und andere kenianische Medizinfachkräfte weiterbilden können.

Wir freuen uns schon auf unsere zweite Teamreise in die gleiche Region im Juni 2017, um Folgeuntersuchungen und –behandlungen durchzuführen und zusätzliche Schulungen anzubieten. Während unseres abschließenden Einsatzes im November 2017 werden wir weitere Folgeuntersuchungen und eine Überprüfung der vermittelten Fähigkeiten bei den geschulten Fachkräften durchführen sowie medizinische Geräte an beide Krankenhäuser als Spenden übergeben.

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Wir sind der Rotary Foundation und den beteiligten Clubs für die Unterstützung dieses lebensrettenden Global Grant sehr dankbar. Es erfüllt uns mit Stolz und tiefer Befriedigung, dass wir den Frauen von Kenia in Zusammenarbeit mit unserer rotarischen Gemeinschaft dienen konnten.

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