Starke Frauen bei Rotary

Die moderne Gesellschaft verändert sich und auch die Rollen der Geschlechter werden neu definiert. Im humanitären Bereich haben sich Frauen schon immer engagiert. Noch relativ neu ist, dass immer mehr von ihnen dort auch Führungspositionen übernehmen. In Fortsetzung unserer Reihe „Starke Frauen bei Rotary“ stellen wir Ihnen hier außergewöhnliche Rotarierinnen vor. Drei von ihnen sind kürzlich während einer Veranstaltung bei der Weltbank zum Weltfrauentag für ihr Engagement zur Verbesserung der Lebensbedingungen durch innovative humanitäre Projekte ausgezeichnet worden.

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Dr. Geetha Jayaram, Mitglied im Rotary Club Howard West in Maryland, USA                          © Rotary International, Alyce Henson

Dr. Geetha Jayaram ist eine von ihnen und hat 2.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen in Südindien den Weg zu psychologischer und psychiatrischer Behandlung geebnet.

Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen

„Wir haben alle viel zu geben und können viel vom Geben lernen“, davon ist Dr. Geetha Jayaram, Mitglied im Rotary Club Howard West in Maryland, USA, fest überzeugt – eine Einstellung die ihr ihr Vater, ein Philanthrop und Rotary-Mitglied, und ihre Mutter vorgelebt haben. Und diese Einstellung setzte sie nicht nur durch ihr Engagement bei Rotaract und später bei Rotary in die Tat um, sondern auch in Ihrem Beruf.

Dr. Jayaram ist Psychaterin und Dozentin für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der Medizinischen Fakultät der Johns Hopkins Universität und dem dazu gehörigen Armstrong Institute für Patientensicherheit in Baltimore, Maryland, USA. Ihre Lebensaufgabe sieht sie in der Hilfe für Menschen, die an Krankheiten wie manischer und klinischer Depression, bipolaren Affektstörungen, Angstzuständen oder anderen psychischen Krankheiten leiden.

Depressionen in Entwicklungsländern kaum behandelt

Weil in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern Menschen mit Depressionen oft keine medizinische Unterstützung bekommen, gründete Dr. Jayaram 1997, ein Jahr nach ihrem Beitritt zum Rotary Club Columbia, Maryland, die Maanasi Clinic in Mugalur, Karnataka, Indien. Mit der Gründung wollte sie selbst die Initiative ergreifen, um etwas für das Land zu tun, aus dem sie stammt.

„Ich hätte nie gedacht, dass der Kontakt zu diesen Frauen so bereichernd sein könnte.“

Dank der Klinik, die fast 2.000 arme Menschen, meist Frauen, in mehr als 200 Dörfern in Südindien versorgt, erhalten die Menschen in der Region seit 20 Jahren psychologische und psychiatrische Behandlung. Dr. Jayaram arbeitet seit der Gründung intensiv in und für die Klinik, besorgt Medikamente und wirbt für Spenden. „Ich hätte nie gedacht, dass der Kontakt zu diesen Frauen so bereichernd sein könnte. Sie besitzen nichts und heißen dich dennoch in ihrem Zuhause willkommen und berichten dir über die intimsten Details ihres Lebens“, beschreibt sie ihre Erfahrungen. Unterstützt wurde sie in ihrer Arbeit durch den Rotary Club Columbia und Rotary Grants.

Botschafter für Rotary

2004/05 unterrichtete Dr. Jayaram auch am St. John’s Medical College in Bangalore und der dazu gehörigen Klinik mit Hilfe eines Dozentenstipendiums (Rotary Grant for University Teachers) der Rotary Foundation. Des Weiteren engagierte sie sich für Rotary bei nationalen Polio-Impftagen und produzierte Aufklärungsvideos für die WHO.

„Daher müssen wir mehr für Rotary werben, denn viel zu viele Menschen haben keine Ahnung von dem, was wir leisten.“

Gemeinsam mit ihrem Ehemann, Past District Governor Jayaram Kumar, gründete sie im November 2015 den Rotary Club Howard West in Maryland. Für ihre Arbeit wurde sie von den Trustees der Rotary Foundation mit der Foundation Ehrung Global Alumni Service to Humanity Award geehrt. „Uns liegt sehr viel an globaler Hilfe. Daher müssen wir mehr für Rotary werben, denn viel zu viele Menschen haben keine Ahnung von dem, was wir leisten.“

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