Krisen erkennen und ihnen die Stirn bieten – ein rotarischer Auftrag

rotary

von Stefan Meuser (Foto: Marianne Broska)

Es ist in Europa weniger bekannt, aber diese so genannte „Opioidkrise“ ist die tödlichste Drogenepidemie in der Geschichte der USA. Jeden Tag sterben mehr als 130 Menschen an Überdosen. Millionen mehr kämpfen täglich mit der Sucht. Jeder Polizist trägt heute eine Dosis Naloxon bei sich – um mit dem Heroin-Antidot junge Leben retten zu können.

Besonders Jugendliche sind von der Krise betroffen – fast ein Viertel aller Schüler hat auf die eine oder andere Art Erfahrung mit Drogen machen müssen. Zugleich sind sie aber der beste Ansatzpunkt für Aufklärung und Prävention. Hier setzt eine Initiative der New Yorker Rotary Clubs Binghamton und Cortland an.

Mit einer breit angelegten Aufklärungskampagne informieren die Rotarier junge Menschen – wie z. B. über die Anzeichen und Symptome von Missbrauch, aber auch über Ressourcen wie 2-1-1-1, eine lokale Beratungs-Hotline für verschreibungspflichtige Medikamente. Rotarier produzierten und verteilten mehr als 60.000 Broschüren und Postkarten in ihren Gemeinden. Lehrer fügten die Materialien sogar den Zeugnissen der Schüler und anderen Mailings an die Eltern bei.

Auch in Evanston-Chicago geht Rotary an die Öffentlichkeit, um junge Menschen zu erreichen, bevor es zu spät ist. Auf großen Plakaten werben Rotarier für eine Hotline, die Telefonseelsorge für Selbstmordgefährdete anbietet.

Dies sind nur zwei Beispiele, die zeigen, wie Rotarier/innen sich nicht nur „bequeme“ Hilfsprojekte aussuchen, sondern auch hässlichen sozialen Realitäten mutig ins Auge sehen. Und das nicht irgendwo in der Dritten Welt – sondern vor der eigenen Haustür.

 

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