Die Bienen-Retter

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Mit der riesigen mobilen Bienen-Skulptur aus Edelstahl und Plexiglasteilen werben der Künstler Dieter Erhard und sein Rotary Club Erlangen-Schloss für die Aktionen rund um BeeAlive. 

Von Gundula Miethke

In jedem Jahr suchen die Rotaract Clubs in ganz Deutschland nach einer guten Initiative für die sogenannte Rotaract Bundessozialaktion, an der sich die Clubs ein Jahr lang mit Hands-on-Aktionen, Vortragsveranstaltungen, Infoständen etc. beteiligen können. Für das Rotary-Jahr 2018/19 fiel die Wahl auf ein Umweltprojekt, das etwas mit Bienen und Hotels zu tun hat…

Den Ausschlag für das Projekt gab der Schweizer Dokumentarfilm „Mehr als Honig“, der bei einem Rotaracter einen bleibenden Eindruck hinterließ. Er machte andere Rotaract-Mitglieder auf die bedrohliche Lage aufmerksam, in der sich diese kleinen Superhelden und damit auch wir Menschen befinden. Die fleißigen Honigsammlerinnen sind nämlich für die Bestäubung von mehr als 75 Prozent unserer Nutz- und Wildpflanzen verantwortlich. Sterben sie aus, so können auch wir nicht überleben.

Gegen das Bienensterben

Die meisten Gefahren für Bienen sind vom Menschen verursacht. Der Klimawandel, Monokulturen und Pestizide sind nur einige der vielen Gründe für das Bienensterben. Wie also diesen Problemen entgegenwirken?

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Die Initiatoren der Rotaract-Bundessozialaktion bauen ein Bienen-Hotel aus Holz und ausgehöhltem Bambus, in dem Wildbienen Rast machen können.

Die Antwort der deutschen Rotaracter ist das Projekt „BeeAlive“, das Wildbienen auf drei verschiedene Arten unterstützt:

  • Information der Öffentlichkeit über die Bienensterblichkeit und die damit verbundenen Folgen für unsere Umwelt z. B. durch Thementage und Informationsveranstaltungen (Dazu können Clubs auch gut mit Imker- und Naturschutzverbänden zusammenarbeiten.)
  • Fundraising zur Deckung der Kosten für verschiedene Projekte oder zur Unterstützung der Arbeit von Naturschutz-Organisationen oder lokalen Imkerverbänden z. B. mit einem Pub-Quiz zum Thema Bienen oder durch den Verkauf von selbstgemachten Produkten
  • Hands-on-Aktionen wie der Bau von „Bienen-Hotels“, in denen sich Bienen auf dem Weg von einer Wiese zur nächsten ausruhen können, und die Bepflanzung von Wiesen und Gartenbeeten mit möglichst verschiedenen Pflanzenarten zur Schaffung einer besseren Umgebung für Insekten

Weil jeder Club sich in einer für ihn passenden Weise am eigenen Standtort engagieren kann, ist BeeAlive ein großer Erfolg, und bei vielen Aktionen arbeiteten Rotaracter, Rotarier, deren Familien und Freunde zusammen. Über 100.000 Quadratmeter Wiesen wurden von Clubs allein im Distrikt 1841 und den Rotaract Clubs Lemgo-Lippe und AC Landshut-Trausnitz angelegt. Andere Clubs griffen zu Werkzeug, Holz und ausgehöhltem Bambus und bauten viele hundert Bienen-Hotels.

Erlanger „Wuchtbrumme“

Beim Rotary Club Erlangen-Schloss hat sich sogar ein Künstler mit den Bienen beschäftigt und eine wahre „Wuchtbrumme“ geschaffen. Mit der riesigen mobilen Bienen-Skulptur aus Edelstahl und rund 1.500 fluoreszierenden Plexiglasteilen werben Dieter Erhard und sein Club für die Aktionen rund um BeeAlive und insbesondere auch für ein vom Club unterstütztes Sozialprojekt, die Behindertenhilfe der Barmherzigen Brüder Gremsdorf.

Insektenhotel XXL

Ein XXL-Insekten-Hotel

Dort können Menschen mit Behinderung einer Arbeit nachgehen. Derzeit werden XXL-Insektenhotels gefertigt, die sowohl von Rotary und Rotaract Clubs als auch von anderen Einrichtungen und Privatpersonen bestellt und erworben werden können. Bis dato sind 192 Hotels geordert. Die Erlanger Rotarier bieten Kindergärten und Schulen auch an, die georderten XXL-Hotels aufzubauen.

Mitstreiter gesucht

Mit BeeAlive haben die Rotaracter ein globales Problem auf lokaler Ebene angepackt und weitere Mitstreiter mit kreativen Bienen-Ideen werden gesucht. Veröffentlichen Sie Ihre Aktionen unter dem Hashtag #beealive und kontaktieren Sie das BeeAlive-Team unter: soziales@rotaract.de.

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